Aluminium, Magnesium, Messing, Kupfer, Bronze, Titan, Zirkon, Nickel, Silber, Gold, Platin, Tantal, Zink oder Zinn sind Beispiele für Nichteisenmetalle, die sich alle mit dem Laser schneiden lassen. Angepasst an die Anforderungen des Bauteils und abhängig von der Materialstärke kommen abtragende Schneidverfahren mit gepulsten Lasern oder Schmelzschneidverfahren mit cw Lasern in Frage.
Micro oder Macro?
Bauteile geringer Stärke lassen sich sowohl mit gepulsten Lasern mit geringer und mittlerer Leistung (Micro) als auch mit kontinuierlich emittierenden Lasern mit hoher Bearbeitungsgeschwindigkeit schneiden (Macro). Dabei wird ein Schneidgas verwendet um die Schmelze aus der Schnittfuge auszutreiben. Es entsteht eine gratfreie Schnittkante. Je nach Materialstärke und Lasertyp beträgt die Breite der Schnittfuge 50 Mikrometer bis 300 Mikrometer. Je nach Laserleistung können Schnittgeschwindigkeiten von ca. 0,5 m/min bis hin zu über 100 m/min erreicht werden.
Werden gepulste Laser aus dem Bereich Micro eingesetzt, können mit diesem Schneidgas unterstützten Schneidverfahren dünne Bleche in hoher Qualität geschnitten werden. Aufgrund des gepulsten Verfahrens werden höchste Genauigkeiten und Qualitäten erzielt. Die thermische Belastung der Bauteile ist sehr gering.
Ganz ohne Schneidgas kommen Sublimationsschnitte aus. Hier wird das zu schneidende Material direkt verdampft und die Schnittfuge durch sukzessives Abtragen erzeugt. Dies kann mittels kontinuierlich emittierenden Single Mode Faserlasern (Macro) oder mittels Kurzpulslasern hoher Strahlqualität (Micro) durchgeführt werden, wobei für beide Verfahren überwiegend Spiegelablenksysteme zur Strahlbewegung zum Einsatz kommen.
Macro: welcher Laser ist der richtige
Sowohl CO2 als auch Faserlaser können zum Schneiden der meisten Nichteisenmetalle eingesetzt werden. Einige Nichteisenmetalle reflektieren die CO2 Laserstrahlung so gut, dass diese bevorzugt mit dem Faserlaser geschnitten werden. Dazu gehören beispielsweise Kupfer (Cu), Gold (Au) und Silber (Ag). Für alle anderen Nichteisenmetalle gilt: Faserlaser spielen ihre Vorteile vor allem im Dünnblechbereich aus; CO2-Laser hingegen bieten häufig einen Qualitätsvorteil bei größeren Blechstärken.

Aluminium wird mit Hilfe des Lasersublimationsschneidens geschnitten. Aufgrund der Kristallgitterstruktur des Leichtmetalls und der Wellenlänge des Lasers, ist Aluminium technisch sehr aufwändig zu schneiden, da der größte Teil der eingebrachten Strahlung reflektiert wird. Aluminium wird deshalb vorzugsweise mit dem Festkörperlaser geschnitten.
Für diese Anwendung empfehlen wir: FL-Serie

Auch Buntmetalle wie Kupfer, Messing oder Bronze können mit dem Laser schnell und präzise geschnitten werden.
Für diese Anwendung empfehlen wir folgende Laser: StarCut, StarCut 12fm, StarFiber