Das typischerweise verwendete Verfahren des Überlappschweißens verlegt die Verbindung vollständig in das Innere der Fügepartner. Für die Absorption der Laserenergie im IR-Bereich sorgen in der Regel Pigmente. Im Vergleich zu konventionellen Verbindungstechniken wie Kleben, Ultraschall-, Vibrations- oder Heizelementschweißen zeichnet sich das Laserschweißen von Kusntstoff durch eine Reihe von verfahrensbedingten Vorteilen aus.
Laserschweißen von Kunststoff - Vorteile
Das Verkleben von Kunststoffen erfordert meist Oberflächenvorbehandlung und arbeitet mit organischen Lösungsmitteln. Das Verschweißen mit Heizelementen oder Heißluft ist günstig, aber träge und verschleißanfällig. Es wird großflächig erhitzt – ungünstig für empfindliche Bauteile. Reibungs-, Vibrations- oder Ultraschallschweißen setzen die Werkstücke hohen mechanischen Belastungen aus und erfordern aus dem gleichen Grund aufwändige Konstruktionen und regelmäßige Wartung der eingesetzten Maschinen. Das Laser Kunststoffschweißen hingegen bedeutet eine geringe thermische und mechanische Belastung für das Bauteil. Es ist sauber, partikel- und lösungsmittelfrei und hochflexibel.
Strahlquellen zum Laser Kunststoffschweißen
Diodenlaser sind die Strahlquelle der Wahl für das Laserschweißen von Kunststoffen. Mit unterschiedlichen Wellenlängen von 808 bis 1470 nm bieten sie die Voraussetzung zum Verschweißen beliebig gefärbter Werkstücke. Ausgestattet mit Scannerköpfen und einer closed-loop Schweißtemperaturregelung über Pyrometer bilden sie die ideale Voraussetzung für Kontur- oder Quasi-simultan-Schweißanwendungen. Die mechanische und thermische Belastung der Fügepartner ist so gering, dass auch bereits eingebaute, empfindliche Elektronik keinen Schaden nimmt. Die Haupteinsatzgebiete des Laserschweißens von Kunststoffen finden sich in den Bereichen Automotive, Elektronik/Mobilfunk, Medizintechnik, Human Care und bei Haushaltsgeräten.
Für konkrete Anfragen zum Kunststoffschweißen, wenden Sie sich bitte an unser Tochterunternehmen DILAS Diodenlaser GmbH.

Beim Durchstrahlschweißen wird die Laserstrahlung durch einen Fügepartner transmittiert und vom zweiten Fügepartner absorbiert. Durch verschiedene Pigmentzusätze können mittlerweile Kunststoffe in den verschiedensten Farbkombinationen miteinander hochfest verschweißt werden.

Der für den Laserstrahl transparente Deckel wird druckdicht auf einen schwarzen Grundkörper geschweißt, der die Laserstrahlung im infraroten Wellenlängenbereich absorbiert.
Weitere Anwendungen zum Kunststoffschweißen in der Automobilindustrie

Im quasi-simultanen Schweißverfahren können mit Hilfe von Scannerköpfen beliebige Schweißnahtkonturen realisiert werden. Der Einsatz von Pyrometern in einer closed-loop Temperaturregelung erlaubt eine hohe Prozesssicherheit und –kontrolle.