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Laserhartlöten

Hohe mechanische Stabilität, minimaler Wärmeeintrag und glatte Oberflächen

Das Hartlöten mittels Laser ist ein Fügeprozess, bei dem ein Zusatzwerkstoff oder eine Legierung auf Schmelztemperaturen über 450°C erhitzt und zwischen zwei oder mehrere Bauteile eingebracht wird, ohne das Basismaterial dieser zu schmelzen. Der Laser wird genutzt um das Lot zu erhitzen, welches dann zwischen die zu fügenden Bauteile fließt um diese zu verbinden. Im Gegenteil zum Laserschweißen, werden die Bauteile rein durch die Verbindung mit dem aufgeschmolzenen Zusatzmaterial zusammen gehalten. Daher ist es nicht notwendig, dass beide zu verbindenden Bauteile aus dem gleichen Material sind. Das Laserlöten macht es möglich, auch unterschiedliche Materialien, fest zu verbinden. Für das Laserhartlöten werden Diodenlaser höherer Leistungsklassen eingesetzt.

Besonders in der Automobilindustrie wird das Hartlöt-Verfahren oft eingesetzt, wenn das Zusatzmaterial erforderlich ist, um Lücken zwischen den beiden zu fügenden Teilen zu überbrücken. Während des Lötens bleibt zudem der Korrosionsschutz intakt. Oftmals wird das Zusatzmaterial gemeinsam mit den verbundenen Teilen im Anschluss galvanisiert. Das Laserlöten hat eine besonders glatte Oberfläche zum Ergebnis und ist deshalb vor allem bei Verbindungen an sichtbaren Stellen an der Karosserieaußenhaut geeignet, wie z.B. Heckklappen, Dachnähten oder C-Säulen.

Neben den Anforderungen an die hohe mechanische Stabilität, sollte der Wärmeeintrag außerdem auf ein Minimum reduziert werden.

Der Diodenlaser erzielt sehr einfach große Spot- und Fokusgrößen, welche für eine Anwendung wie da Laserlöten essentiell sind. Das homogene Strahlprofil mit einer so genannten „top-hat“ Energieverteilung führt zu einem besonders ruhigen Schmelzbad für einen stabilen Lötprozess. 

Durch den Einsatz des Lasers als Wärmequelle für den Lötprozess wird eine hohe Präzision erreicht und ein Verzug der zu bearbeitenden Teile vermieden.

Im Vergleich zu herkömmlichen Wärmequellen für das Löten, wie zum Beispiel dem Lötkolben, Lötbrennern, Heißluft oder Wasserdampf, Wärmestrahlung oder Induktion hat der Laser einige Vorteile:

  • Plasma freier Prozess
  • Hohe Prozessgeschwindigkeiten
  • Bearbeitung von Kupfer und Zink beschichtetem Stahl
  • Deutliche Reduktion von Spritzern
  • Der Korrosionsschutz (z.B. Zinkschicht) bleibt intakt
  • Glatte Oberflächen mit nahezu unsichtbaren Fügestellen
  • Geringer Wärmeeintrag
  • Nahezu kein Verzug der Bauteile
Laserhartlöten von Automobilbauteilen

Laserhartlöten von Automobilbauteilen

Mithilfe des Laserhartlötens entstehen hochqualitative für das Auge nahezu unsichtbare Verbindungen. Deshalb wird dieses Lötverfahren oft für Anwendungen an der Karosserie-Außenhaut eingesetzt. 

 

Für diese Anwendung empfehlen wir:
Diodenlaser hoher Leistung – DF 060 HP